Kommentar: Auswirkungen der Krise auf die Kreditvergabe für mittelständische sächsische Unternehmen
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung war mit minus fünf Prozent außergewöhnlich hoch und führte zur schwersten Rezession nach 1945.
Die Konjunkturschwäche traf Deutschland besonders hart. Seine auf Investitionsgüter spezialisierte Außenwirtschaft hat ein hohes gesamtwirtschaftliches Gewicht und musste einen extremen Nachfrageeinbruch aus dem Ausland hinnehmen. Im zweiten bis dritten Quartal vollzog sich eine Erholung der Wirtschaft auf niedrigem Niveau, im Schlussquartal des Jahres stagnierte die Wirtschaftsleistung.
Von der aktuellen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise sind natürlich auch in unserem Geschäftsbetrieb Firmen und Unternehmungen betroffen, jedoch nicht so deutlich, wie in den großen Wirtschafts- und Ballungszentren in Deutschland und im Ausland. Unser Mittelstand steht auf einer soliden Basis, obwohl er sich dem Abschwung nicht entziehen konnte und die nominalen Umsätze gesunken sind.
Aber jetzt ist „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen. Im Ifo-Geschäftsklimaindex April 2010 für die gewerbliche Wirtschaft haben die in Sachsen befragten Unternehmen erstmals seit über einem halben Jahr ihre Geschäftslage im Durchschnitt wieder als „gut“ eingeschätzt. Dabei gibt es jedoch noch branchenspezifische Unterschiede: Während in der Industrie (sieben Prozent höhere Kapazitätsauslastung gegenüber Vorjahr) und im Handel (Umsatzplus zum Vorjahr) positive Signale erkennbar sind, blickt die Bauwirtschaft skeptischer in die Zukunft.
Leichter Optimismus ist aus den Arbeitslosenzahlen zu entnehmen. In Sachsen lag die Quote im April 2010 bei 12,6 Prozent, gegenüber dem Vorjahr von 14 Prozent. In Arbeitsamtsbezirk Dresden sind derzeit 11,5 Prozent arbeitslos, wie im April 2009. Zum Vormonat verringerte sich die Quote um 0,4 Prozent. Viele Unternehmen halten ihre Stammbelegschaften im Betrieb, um das Know-how der Mitarbeiter nicht zu verlieren. Das ist richtig und zeugt von einem besonderen Verantwortungsbewusstsein vieler Unternehmer.
Trotz der komplizierten Lage sehen wir auch Chancen für den Mittelstand. Die Kreditzinsen sind auf einem sehr niedrigen Niveau, so dass geplante Investitionen auch vorgezogen werden können.
Die Handwerkskammer Dresden stellte in ihrem „Konjunkturbericht Herbst 2009“ dazu fest: „ ...., scheint es eine Kreditklemme momentan im Handwerk nicht zu geben. Die Investitionstätigkeit stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut.“
Genau diese Erfahrungen konnte die Dresdner Volksbank Raiffeisenbank ebenfalls machen und die Kreditausreichungen zum Vorjahr um acht Prozent ausweiten.
Die Dresdner Volksbank Raiffeisenbank befördert diese Entwicklung weiterhin. Mit unserer regionalen Bindung und einem stark regional geprägten Geschäftsmodell sind wir weniger den internationalen Strömungen ausgesetzt. Das macht uns in der Krise zu einem stabilen und verlässlichen Partner für Mittelstand und Handwerk.
PR
Interview: Drei Fragen an Thomas Müller, Vorstandssprecher der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank
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